Begegnung in Red Oak Mountain


Red Oak Mountain 2


Roux Whitton weiß, was er will, und er weiß auch, wie er es bekommt. Affären gehören für ihn zum Alltag, an wahre Liebe glaubt er nicht mehr. Als sein Onkel ins Krankenhaus eingeliefert wird, muss Roux die Verantwortung für dessen Café übernehmen. Zur Unterstützung stellt er die widerspenstige Robin Sanchez ein. Doch die dunkelhaarige Schönheit ist nicht nur gegen seinen Charme immun, sondern scheint ihn auch sonst nicht ausstehen zu können. Und je mehr Roux versucht, einen Blick hinter ihre Fassade zu werfen, desto weiter zieht sich Robin zurück. Als er ihr endlich doch näher kommt, verliert er nicht nur sein Herz, sondern wird auch mit seiner eigenen düsteren Vergangenheit konfrontiert …

Doch ist seine Hilfe wirklich so selbstlos, wie sie glaubt, oder steht sie am Ende womöglich vor einem weitaus größeren Scherbenhaufen?

Leseprobe

EINS


Wenn Horoskope die Wahrheit sagen würden, hätten sie mich gewarnt. Vor diesem Jahr, das noch so jung und trotzdem schon so verflucht beschissen war. Das Einzige, mit dem Jennas Jahreshoroskop recht gehabt hatte, waren die Veränderungen gewesen, die anstanden. Beruflicher Erfolg? Der Überflieger in Liebesdingen? Ich drückte den Lappen fester auf die Tischplatte und unterdrückte einen Fluch. Von wegen!

    »Das ist doch bescheuert!« Liv zog ihre schwarze Mütze tiefer ins Gesicht und schob einzelne Strähnen ihres dunklenHaares darunter, bevor sie nach dem Besen griff. Ich wusste genau, was sie vorhatte. Mein Lappen landete im Eimer.

    »Du krümmst hier keinen Finger mehr, Babe«, erklärte ich bestimmt und zog den Besenstiel aus ihren schmalen Fingern.

   »Aber –«

  »Du arbeitest nicht mehr hier, also schaff deinen hübschen Knackarsch weg, und kümmer dich um was Anderes. Kein Servieren. Kein Kassieren. Kein Putzen.«

   Ihre Augen verengten sich. »Du bist unerbittlich«, sagte sie und verschränkte ihre Arme vor der Brust. »Wenigstens fegen lassen könntest du mich.«

  »Vergiss es.« Liv und ich hatten das letzte Jahr zusammengearbeitet. Vom ersten Moment an waren wir ein gutes Team gewesen, und dass sie ausgerechnet jetzt, wo Onkel Tyler im Krankenhaus lag, nicht mehr hier im Café Hill angestellt war, war zum Kotzen. Doch meine Entscheidung stand. Liv sollte sich auf ihre Acryl-Malerei, auf ihre Tochter Mayla und die Therapie konzentrieren. Hier im Hill mit mir zu arbeiten war zu viel. Ich wusste das. Und sie wusste es auch.

   »Aber du brauchst Hilfe, Roux.«

  »Ben hilft mir«, erklärte ich und erntete ein Schnauben.

  »Ja, bei dem Bürokram, aber du brauchst Hilfe hinter der Theke.« Liv hatte recht. Nicht einmal zwei Wochen ohne meinen Onkel, und alles stand kopf. Schon vor seinem Schlaganfall waren wir unterbesetzt und ich überarbeitet gewesen. Die Doppelschichten zerrten an meinen Nerven. Alles, was ich wollte, war Schlaf. Schlaf und die verruchte Blondine, die mir während der Arbeit ihre Nummer zugeschoben hatte.

   »Ich kümmer mich darum.« Ich machte einen Schritt auf Liv zu und legte ihr die Hände auf die Schultern. »Ich weiß, dass du mir helfen willst. Aber ehe ich zulasse, dass du nochmal zusammenbrichst, schließe ich das Café lieber ganz. Du hast genug, auf was du dich konzentrieren musst. Das steht einfach nicht zur Diskussion.« Liv hatte die Last auf ihren Schultern lange genug alleine tragen müssen. Dass sie sich für das Hill aufopferte, brachte niemandem etwas. Nicht, wenn sie unter der Belastung zusammenbrach, so wie vor ein paar Wochen. Denn neben ihrer Tochter und der Therapie war da auch noch der Gerichtsprozess, für den sie alle Kraft brauchte, die sie hatte. »Ganz davon abgesehen hat May dann auch nichts mehr von dir. Sie braucht aber ihre Mutter.«

   Seufzend schob Liv meine Hände von ihren Schultern. »Okay. Ich hab`s kapiert.«

  »Bist du sicher? Ich komm gerade erst so richtig in Fahrt mit meinen Argumenten. Ich meine – AUA!« Übertrieben rieb ich mir das rechte Schulterblatt, an dem sie mich mit der flachen Hand getroffen hatte


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Kennt ihr das, wenn ein Buch sich vor eurem inneren Auge als Film abspielt? So ging es mir mit Marla Greys "Begegnung in Red Oak Mountain". Mein erster Roman, den ich von ihr gelesen habe und ich muss sagen, es wird nicht mein letzter sein!

Stef von Bookiedreams

Roux - was für ein Kerl. Gutaussehend, selbstbewusst und besitzt ein riesengroßes...Herz. Man ist der Kerl bedingungslos. Er opfert sich für andere auf. Hat er dich einmal ins Herz geschlossen, dann lässt er dich da nie mehr raus. Solche Freunde wünscht man sich. Die alles stehen und liegen lassen um zu helfen. Warum gibt es nicht mehr solch aufopferungsvolle Menschen auf der Welt. Aber halt! Robin Sanchez ist genauso getrickt wie er. Erst kommen die anderen und dann sie. Das Schicksal bringt die Wege der beiden zusammen und lassen Sie ganz tief in den Abgrund blicken. Den die Welt in der sie leben ist grausam. Beide sind Opfer von grauenvoller häuslicher Gewalt. Roux hat diese jahrelang verdrängt und Robin flüchtet vor dieser, doch sie wird wieder davon eingeholt.
Es ist ein wundervolles Buch. Es zeigt, dass man nicht stinkreich sein muss um glücklich zu sein. Das man die kleinen Dinge im Leben schätzen und lieben soll. Das man gemeinsam alles schaffen kann. Danke für die tollen Lesestunde.

Eine Leserin

Mir hat der Roman richtig gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Charaktere sind interessant und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Es gibt sehr viele emotionale Stellen, an denen mir die Tränen kamen. Die Geschichte ist einfach wunderschön und zeigt, dass man nie aufgeben sollte.

Der Roman ist absolut zu empfehlen.

Eine LeSerin

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